Das Buch

Klaus H. Orth, studierter Germanist, Kunsthistoriker und Journalist aus Fulda, hat im Auftrag von Ingeborg Kropp-Arend über viele Jahre die Geschichte der historischen Rabbiner-Villa und seiner Bewohnerinnen und Bewohner erforscht und eine Monografie vorgelegt, die mit Unterstützung der Stadt Fulda 2024 in Buchform veröffentlicht werden konnte.
Das Buch beschäftigt sich neben der Baugeschichte der Villa vor allem auch mit dem Wirken und dem Schicksal der beiden Provinzial-Rabbiner Cahn, die mit ihren Familien in der Villa lebten. Zudem macht das Buch mit vielen jüdischen Bewohnerinnen und Bewohnern bekannt, die bis 1938 in den Mietswohnungen des repräsentativen Hauses lebten.
Nicht zuletzt unterstreicht die dokumentarische Annäherung die kulturhistorische Bedeutung der ehemaligen Rabbiner-Villa für die Stadt Fulda und die jüdische Geschichte Hessens; aber auch darüber hinaus.
„Es gehört zu den wundervollen Stärken dieses Buches, dass diese Erinnerung am Beispiel des konkreten Ortes der Fuldaer Rabbiner-Villa beides umschließt: die vielfältige, kulturstarke und vitale Existenz des deutschen Judentums ebenso wie dessen unselige Vernichtung durch Rassenantisemitismus, Austreibung und Massenmord.“
Prof. Dr. Andreas Wirsching
Direktor Institut für Zeitgeschichte (IfZ) a.D.
„Die Biographie eines Hauses anhand der Lebensgeschichten seiner Bewohnerinnen und Bewohner aufzuzeigen, ist eine bemerkenswerte Herangehensweise, die weit über eine Hausgeschichte hinausreicht.
Ich danke der Herausgeberin Ingeborg Kropp-Arend für die Initiative zur Erstellung einer solch ungewöhnlichen Publikation und dem Autor Klaus H. Orth für die quellennahe, wissenschaftlich fundierte und dennoch spannend zu lesende dokumentarische Annäherung. Dem Band wünsche ich die ihm gebührende Anerkennung sowohl in Fulda als auch in der überregionalen Fachwelt.“
Dr. Heiko Wingenfeld
Oberbürgermeister der Stadt Fulda
„Schon beim ersten Hineinlesen wird deutlich, wie intensiv [und] beeindruckend sich die umfassenden Recherchen mit der Geschichte der Rabbiner-Villa und vor allem der Familie Cahn und ihrer Bedeutung für die jüdische Gemeinde und die Stadt Fulda auseinandergesetzt haben.
In der Tat ist es ein Werk, das nicht nur in Fulda viele Leserinnen und Leser finden sollte.“
Charlotte Knobloch
Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern
Klaus H. Orth: Die Fuldaer Rabbiner-Villa. Selbstbewusstsein und Selbstverständnis der jüdischen Familie Cahn. Eine dokumentarische Annäherung. Mit einem Essay von Prof. Dr. Andreas Wirsching. Herausgegeben von Ingeborg Kropp-Arend.
Dokumentationen zur Stadtgeschichte [Fulda] Nr. 34. Michael-Imhof-Verlag, Petersberg 2024 – ISBN 978-3-7319-1411-2
